Die Energieagentur Unterfranken e.V. wurde von der Gemeinde Frammersbach gemeinsam mit der Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebung mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt. Unsere Aufgabe ist es, die aktuelle Situation fundiert zu analysieren und klare Handlungsperspektiven aufzuzeigen.

Wir haben im Oktober 2025 einen ersten Zwischenbericht im Gemeinderat vorgestellt und die Ergebnisse kürzlich auch den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Bürgerversammlung präsentiert. Die Zahlen zur aktuellen Wärmeerzeugung sind klar: Über 80 Prozent des Wärmebedarfs in Frammersbach werden nach wie vor durch fossile Energieträger wie Heizöl und Gas gedeckt.

Unsere ersten Analysen zeigen, dass die Potenziale zur lokalen Erzeugung von erneuerbarer Wärme eher gering sind. Zudem haben wir in weiten Teilen der Kommune eine geringe Wärmedichte. Mit der Gemeindestruktur führt dies voraussichtlich dazu, dass ein großer Teil des Gemeindegebietes als dezentrales Versorgungsgebiet eingestuft wird. Dies bedeutet: Hier sind insbesondere individuelle Lösungen der Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer gefragt.

Es gibt jedoch auch positive Perspektiven: Das Potenzial für Photovoltaik auf Dachflächen ist weiterhin sehr groß und auch Windkraft kann einen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Zudem wird nun geprüft, ob für das Ortszentrum ein Wärmenetz in Frage kommt und welche Größe sinnvoll wäre. Auf dieser Basis kann anschließend eine Machbarkeitsstudie beauftragt werden, welche die Möglichkeiten im Detail untersucht.

Die Energieagentur unterstützt die Gemeinde Frammersbach dabei, auf Basis dieser Faktenlage realistische und zukunftsweisende Entscheidungen für eine erfolgreiche Energiewende vor Ort zu treffen.

Hier geht es zum Link der lokalen Tageszeitung:  Main-Echo