Am 16. Juli 2026 begleitete unsere Mitarbeiterin Monia Zecca gemeinsam mit dem Karlstadter Stadtgärtner Klaus Lankes den ersten von insgesamt zwei geplanten Klimaspaziergängen im Landkreis Main-Spessart. Die Veranstaltung wurde vom Regionalmanagement des Landkreises Main-Spessart in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Unterfranken organisiert und bot interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Auswirkungen des Klimawandels im Stadtgebiet aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Während des rund zweistündigen Rundgangs wurden verschiedene Standorte besucht, an denen die Teilnehmenden die Unterschiede zwischen versiegelten Flächen und begrünten Bereichen direkt erleben konnten. Mithilfe einfacher Messungen wurden Temperaturunterschiede und die Bedeutung von Stadtgrün für ein angenehmes Mikroklima anschaulich vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt des Spaziergangs war das Schwammstadtprinzip: Anhand konkreter Beispiele wurde erläutert, wie Städte Regenwasser möglichst vor Ort aufnehmen, speichern und versickern lassen können, um Hitzeinseln zu reduzieren, die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten und Wasser für Trockenzeiten verfügbar zu halten. Stadtgärtner Klaus Lankes ergänzte die fachlichen Erläuterungen mit wertvollen Einblicken aus der kommunalen Praxis und zeigte auf, welche Maßnahmen Karlstadt bereits zur Anpassung an den Klimawandel umsetzt. Zum Beispiel eine ca. 500m² große Staudenpflanzung mit “Veitshöchheimer Blütenzauber” in Muschelkalksubstrat. Die ca. 40cm Substrat puffern Starkregenereignisse und entlasten somit die Abführung in die Kanalisation und erhalten wertvolles Wasser für die darin gepflanzten regionalen Stauden. Dieses Konzept erzeugt pflegeleichte Biodiversität, klimaangepasste Pflanzung und das Prinzip einer Schwammstadt im Vergleich zu einem einfachen Schottergarten.
Neben den Herausforderungen durch zunehmende Hitze, Trockenheit und Starkregen standen auch konkrete Handlungsmöglichkeiten für das eigene Zuhause im Mittelpunkt. Begrünung, Regenwassernutzung und eine klimaangepasste Gestaltung von Gärten und Höfen bieten wirksame Ansätze, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das große Interesse sowie bei Klaus Lankes für die gelungene gemeinsame Durchführung.
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